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Die Idee und Geschichte unseres Engagements für die RollerMouse

von Barbara Lindert, ergotrip GbR (Juli 2007)

Seit über 25 Jahren arbeite ich regelmäßig, d.h. täglich mit dem PC, vorwiegend im Bereich der Grafik-Bearbeitung. Das heißt, täglich hunderte Griffe nach der Maus, Navigieren mit der Maus, kleinste feinmotorische Steuerungen mit Hand, Finger, Daumen, Arm und Schulter.

Lange Jahre ist das gut gegangen, doch vor ca. 4 Jahren begannen die Probleme. Immer öfter traten Schmerzen im Bereich des Handgelenks und des Unterarms auf, später kamen Probleme im Ellenbogen- und Schulterbereich hinzu. Symptome wie das Zittern der Finger, Taubheitsgefühl der Hand und Brennen von Hand und Unterarm wurden alltäglich. Im schlimmsten Stadium konnte ich keine Tasse mehr anheben, ich hatte ein Gefühl wachsenden Kontrollverlusts der Muskeln und auch nach krankheitsbedingter Pause noch wochenlang Schmerzen im Arm trotz täglicher Eisbehandlung. Parallel dazu begann der verzweifelte Weg von Arzt zu Arzt, verschiedenste Diagnosen von Karpaltunnelsyndrom über Sehnenscheideentzündung bis hin zu Abnutzungserscheinungen wurden gestellt und zunächst mit Reizstrom, Ultraschall und unterschiedlichsten Bandagen und Manschetten behandelt, man kann sagen, ohne jeden Erfolg. Schmerz war ein ständiger Begleiter, es folgten mehrere Krankschreibungen, im Anschluss daran genügten ein paar Minuten Arbeit mit der Maus, um die Symptome wieder schmerzhaft hervortreten zu lassen.

Inzwischen verstärkte sich die Angst vor der Zukunft. Klar war, so werde ich nicht mehr arbeiten können. Meine Verzweiflung war wirklich groß, denn wo kommt man heute noch ohne die Arbeit mit elektronischen Medien aus? Mein Arbeitsschwerpunkt lag immer schon im Bereich der Geografischen Informationssysteme. Ohne Maus geht da gar nichts.

Auf der Suche nach Hilfe begegnete mir dann das "RSI-Syndrom" oder "der Mausarm" im Internet, endlich schien das Kind einen Namen zu haben. Überall dort kann man lesen, dass es sich in den USA um eine anerkannte Berufskrankheit handelt. Diesen Bekanntheitsgrad schien das RSI-Syndrom in deutschen Arztpraxen noch nicht zu haben, zumindest nicht in den von mir aufgesuchten. Ich glaube, das ist heute nicht mehr so!

Erste Hilfe wurde mir dann durch die endlich und viel zu spät durchgesetzte Krankengymnastik zuteil. Mit relativ einfachen Dehnübungen ging es nach ca. 2 Jahren endlich wieder bergauf. Ich habe Kollegen mit einer ähnlichen Leidensgeschichte, die sich mühsam ihre Arbeitskraft erhalten, in dem sie sich, so oft Arzt und Kasse es zulassen, Krankengymnastik aufschreiben lassen und die Zeit dazwischen selbst finanzieren. Dieser Weg ist mir zu mühsam. Ich habe zusätzlich mit allen möglichen sogenannten "ergonomischen Mäusen" experimentiert, die besondere Griffschalen hatten oder wo der Mauszeiger durch mit Finger oder Daumen zu bedienende Kugeln gesteuert wird. Einen gewissen Erfolg brachten nur die Dehnübungen.

Dann las ich von der RollerMouse, auch wieder im Internet, und musste die Erfahrung machen, dass ich sie hier in Deutschland, nicht mal hier in Berlin erwerben konnte. Mein Glück war, dass ein Schwedenurlaub anstand und auch Stockholm auf dem Programm stand. Hier endlich, nach längerer Suche der angegebenen Adresse eines Geschäftes für Ergonomische Arbeitsmittel, habe ich sie dann gefunden und noch ziemlich lange überlegt. Denn es ist mir ergangen wie Ihnen vielleicht auch... ich habe mich über den Preis gewundert. Soll ich wirklich über 250 € ausgeben für ein Stück Plastik, dass noch nicht mal teuer aussieht? Die Entscheidung musste schnell getroffen werden, denn am nächsten Tag sollte es zurück nach Deutschland gehen. Sollte ich 250 € für einen weiteren möglicherweise wieder nicht den gewünschten Erfolg bringenden Versuch ausgeben?

Soweit zur Vorgeschichte.....

Ohne Übertreibung empfinde ich die RollerMouse als Rettung und inzwischen bin ich absolut froh, damals diese Investition getätigt zu haben. Denn diese Ausgabe nichts weniger als meine Berufstätigkeit erhalten. Und wenn man bedenkt, welche Ausgaben bei Rückenproblemen schon selbstverständlich sind, z.B. für Spezialschreibtische, Stehpulte und insbesondere ergonomisch geformte Schreibtischstühle, ist diese Ausgabe im Verhältnis zu ihrer ungeheuren Wirkung, die sie für mich hatte, absolut unbedeutend.

Die Symptome haben sich im Laufe der Zeit zurückentwickelt und wären wahrscheinlich ganz verschwunden, hätte ich nicht wieder angefangen, immer mehr auch wieder zu Hause zu arbeiten.....mit der Maus, aber nicht mit der RollerMouse. Die brauche ich ja im Büro. Also folgte ein weiterer Versuch, eine RollerMouse in Berlin zu kaufen. Wieder vergeblich, und so, Sie ahnen es, wurde die Idee für unsere Firma geboren.

Unser Ziel ist es, die RollerMouse in Berlin und in Deutschland bekannt zu machen (und natürlich zu verkaufen), da wir wissen, dass es viele Menschen gibt, die nach einer Lösung suchen, wieder schmerzfrei arbeiten oder überhaupt wieder arbeiten zu können. Und wir wollen die RollerMouse auch als Präventionsmöglichkeit verstanden wissen, mit der das Entstehen solcher chronisch werdenden Beschwerden von vornherein verhindert werden kann.

Deshalb wollen wir auch Betriebsärzte, Personalstellen oder auch Krankenkassen ansprechen, denn Krankschreibungen und Berufsunfähigkeit sind teurer als die RollerMouse. Und..., bei uns gibt es auch die Möglichkeit, erst zu testen, dann zu kaufen, nicht nur für Privatleute, sondern auch für Firmen. Fragen Sie uns einfach!